FDP Marzahn-Hellersdorf wählt Liste für die Wahlen der BVV

In Marzahn-Hellersdorf ist sie keine Unbekannte, da sie bereits von 2021 bis zur Wiederholungswahl die Liberalen als Fraktionsvorsitzende im Bezirk vertrat. Einen Schwerpunkt wolle die Partei auf den Wohnungsbau legen. „Nicht die Mangelverwaltung sondern nur neue Wohnungen können die Lage entspannen,“ so Molnar. „Dabei muss auch die Schaffung von Wohneigentum als Altersvorsorge, zur Vermögensbildung und nicht zuletzt zur Förderung der Verwurzelung im Bezirk in den Blick genommen werden.“
 
Auf den zweiten Listenplatz wählten die Mitglieder Benjamin Dahler. Der 24-jährige Diplom-Jurist sammelte politische Erfahrungen unter anderem bei den Jungen Liberalen im Bezirk, in dem er aufgewachsen ist. „Als begeisterter Fußballer sind mir schon sehr früh die unterschiedlichen Startbedingungen meiner Mitspieler klar geworden. Deshalb ist mir sehr wichtig, dass, unabhängig davon wo jemand herkommt, jeder die Chance haben muss, seine Talente zu entfalten und aufzusteigen.“ Der Bezirk muss nach seinen Worten das Potenzial freier Flächen nutzen, um gute Arbeitsplätze zu schaffen. Der CleanTech Business Park, wo ansiedlungswillige Firmen wieder absprangen, weil Wechselkröten als Vorwand für jahrelange Verzögerungen herhalten mussten, sei ein Beispiel, wie es nicht laufen dürfe.
 
Soziale Themen sind der Schwerpunkt von Anne-Katrin Schulze (Listenplatz drei). Als freiberufliche Berufsbetreuerin von Menschen mit physischen und psychischen Beeinträchtigungen hat sie tiefen Einblick in deren Herausforderungen. Dies gilt insbesondere auch für den Umgang mit Behörden. Nicht nur unzumutbar lange Bearbeitungszeiten sondern auch das mangelnde Bewusstsein, sich als Dienstleister der Bürgerinnen und Bürger zu verstehen und diese zu beraten und zu unterstützen, müsse sich ändern, fordert Frau Schulze. In die gleiche Kerbe schlägt Ingo Gering (52), langjähriger Krankenpfleger auf einer Intensivstation und nun als selbstständiger Seniorenassistent tätig (Listenplatz vier): „Wir brauchen im Bezirk entsprechend der demografischen und der Entwicklung der Einwohnerzahl mehr niedergelassene Ärzte. Lassen wir die Alten und Kranken nicht wochenlang auf Facharzttermine warten!“