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Handynutzung an Schulen: Bildung braucht Freiheit statt Verbote

Kinder und Jugendliche wachsen heute selbstverständlich mit dem Smartphone auf – oft schon im Grundschulalter. Doch während die Nutzung stetig zunimmt, sind die Werte zur Digital- und Medienkompetenz im Trend sogar rückläufig. Die Schere zwischen intensiver Nutzung und fehlenden Fähigkeiten, sich sicher und reflektiert im digitalen Raum zu bewegen, klafft immer weiter auseinander. Für uns Freie Demokraten ist klar: Wir dürfen die junge Generation mit diesen Herausforderungen nicht alleinlassen.

Pauschale Smartphone-Verbote an Schulen, wie sie von politischen Mitbewerbern gefordert werden, greifen hier zu kurz. Sie verdrängen die Probleme allenfalls aus dem schulischen in den privaten Bereich und leisten so keinen wirksamen Beitrag. Symbolpolitik mag kurzfristig populär erscheinen – sie schützt Kinder und Jugendliche aber nicht vor den realen Gefahren digitaler Abhängigkeit, Desinformation oder Cybermobbing.


Wir Freie Demokraten setzen stattdessen auf eine umfassende Strategie, die digitale Bildung stärkt, Kompetenzen vermittelt und Schutzmechanismen etabliert. Dazu fordern wir:
klare Regeln für den Smartphone-Gebrauch an Schulen. Im Rahmen der Schulautonomie bleiben einheitliche und schulindividuelle Regeln für den grundsätzlichen Smartphone-Gebrauch an der Schule einschließlich punktueller Einschränkungen möglich.
eine konsequente Verankerung digitaler Bildung in den Rahmenlehrplänen. Digitale Endgeräte im Unterricht sind kein Selbstzweck. Vielmehr muss das Ziel sein, die alarmierend schwachen Kompetenzwerte im Bereich der digitalen und medialen Bildung nachhaltig zu verbessern. Kinder und Jugendliche sollen lernen, Chancen digitaler Technologien zu nutzen – und zugleich sensibilisiert werden für Risiken wie exzessiven Gebrauch, Datenschutzverstöße oder Desinformation.
starke Prävention gegen Abhängigkeiten und negative Folgen. Exzessive Smartphonenutzung beeinträchtigt nachweislich Konzentration, Aufmerksamkeit und Sozialverhalten. Kernaufgabe digitaler Bildung muss es daher sein, junge Menschen in die Lage zu versetzen, selbstbestimmt und verantwortungsvoll mit digitalen Medien umzugehen und Gefahren rechtzeitig zu erkennen.
umfassende Fortbildung für pädagogisches Personal. Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter müssen die nötigen Fähigkeiten und Werkzeuge an die Hand bekommen, um digitale Kompetenzen zu vermitteln. Auch die Ausbildung neuer Lehrkräfte muss diesen Aspekt stärker berücksichtigen.
So stellen wir sicher, dass Kinder und Jugendliche im digitalen Raum nicht nur Nutzer sind, sondern souveräne und geschützte Akteure.